Die Spunck Weihnachtsgeschichte
Anlässlich unserer Weihnachtsfeier am 13.12.2005 entstand die folgende Geschichte. Das ist aber nicht irgendeine Geschichte. Nein! Alle mussten sich aus einer (!) farbigen Serviette ein "Kostüm" basteln, sich als der kleine Spunck (Michbert), Bäume, Elfen, Rentiere, Pelztiere und Wichtel verkleiden und die Geschichte darstellen während sie vorgelesen wurde.
Am Ende hatten wir den Saal im grill&green für uns alleine ... Nachahmung empfohlen!
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An einem verschneiten Winterabend im Dezember saß der kleine Spunck in seinem kleinen Haus mit der Nummer 91, das er liebevoll "Fundus" nennt. Er dachte über Weihnachten nach und über seine vielen Wünsche für das neue Jahr. Ein schönes großes Haus hätte er gern für seine vielen Sachen, einen Ort an dem er zu jeder Zeit spielen und basteln und seine Sachen aufstellen kann, Geld zum verreisen und um sich noch mehr Sachen für sein Fundus zu kaufen. Da ja nun bald Weihnachten war, beschloss der kleine Spunck, den Weihnachtsmann aufzusuchen und ihn um die Erfüllung seiner Wünsche zu bitten.
Der Spunck wusste nicht genau, wo er den Weihnachtsmann suchen sollte, aber in den vielen Weihnachtsgeschichten wohnte er meistens im Wald. Also ging er in Richtung des Tannenwaldes am Stadtrand und schlug einen kleinen Weg zwischen den Bäumen ein. Immer weiter lief er in den Wald. Dort war es kalt und dunkel und der kleine Spunck fing an, sich zu fürchten.
Auf einmal schwirrten viele kleine Lichter um ihn herum, sodass er vor Schreck stehen blieb. Die Lichter ließen sich auf den Tannenbäumen nieder, die sogleich aussahen wie hell erleuchtete Weihnachtsbäume. Der kleine Spunck trat vorsichtig an die Lichter heran und erkannte er, dass es lauter kleine Elfen waren. Das schöne Licht nahm ihm die Furcht und die Elfen fingen an alle durcheinander auf ihn einzureden. "Wer bist du?" "Was machst du hier?" " Wo willst du hin?" klangen ihre glockenhellen Stimmen durch den Wald. "Ich bin der kleine Spunck" antwortete er "und will zum Weihnachtsmann. Kennt ihr den Weg?" "Aber natüüürlich" sagte eine der Elfen "wir kennen den Weihnachtsmann sogar persööönlich. Einige von uns schmücken seinen Schlitten, wenn er am Heiligabend die Geschenke verteilt. Wir werden dich begleiten." Der kleine Spunck freute sich über diese unerwartete Begegnung und folgte den kleinen funkelnden Lichtern, die vor ihm durch den Wald schwebten.
Durch das Licht der Elfen war es nicht mehr so dunkel im Wald, aber es war immer noch furchtbar kalt. Der kleine Spunck fror inzwischen so sehr, dass er heftig mit den Zähnen klapperte. Da vernahm er plötzlich ein Trappeln und Glucksen. Er kniff die Augen zusammen, und sah wie etwas Pelziges hinter einem Stein hervorlugte. Kaum hatte er es erkannt, tobten unzählige kleine Pelztiere um seine Füße, die der Spunck noch nie vorher gesehen hatte. "Was für Wesen seid ihr denn?" fragte er vorsichtig. Eins der strubbeligen Pelztiere gluckste: "Wir sind Muffs (ab hier = Pelztiere)! Uns gibt es nur noch in diesem Wald. Die meisten von uns wurden zu Handwärmern verarbeitet!" "Oh, das ist ja schrecklich!" rief der kleine Spunck und fügte leise hinzu: "Ihr seht aber wirklich kuschelig warm aus! Ach, hätte ich doch auch so ein wärmendes Fell wie ihr!" Da hüpften die Muffs dem Spunck auf die Schultern und krallten sich überall in seiner Kleidung fest. Und ehe er sich versah, war er in einen quiekenden Pelz aus Muffs gehüllt. Einer der auf seiner Schulter saß, gluckste ihm ins Ohr: "Wir haben deine Zähne bis zu unserer Höhle klappern gehört und uns sofort auf den Weg gemacht. Wir stehen im Dienst des Weihnachtsmanns und unsere Aufgabe ist es, jedes frierende Menschenkind zu wärmen, dass sich auf den Weg zu ihm macht. Wir werden dich begleiten."
Glücklich setzte der Spunck seinen Weg fort. Die Muffs wärmten ihn und die Elfen leuchteten ihm den Weg. So lief und lief und lief er durch den Wald, dass ihm die Füße zu schmerzen anfingen. "Wie weit ist es denn noch?" fragte er die Elfen. "Oh, nur noch 3.458.232 Flügelschläge!" antwortete ein Lichtlein. Das half ihm nicht weiter. "Wie weit ist es denn noch?" fragte er die Muffs. "Oh, nur noch 908.540 Muffschritte." Auch damit wusste der Spunck nichts anzufangen. Er wusste nur, dass er eine Pause brauchte.
Gerade wollte er etwas sagen, da kamen sie an eine Lichtung. Und als könnte dieser Wald seine Gedanken lesen, standen dort einige wunderschöne Rentiere. Vorsichtig ging er auf sie zu. "Ich bin auf dem Weg zum Weihnachtsmann." sagte der kleine Spunck. "Ich bin müde und mir tun die Füße weh. Und die Muffs sind zwar wunderschön warm, aber auch schwer auf die Dauer. Könnt ihr mich ein Stückchen tragen?" Eines der Rentiere sah ihn mit seinen großen Augen an und brummte: "Wir haben dich erwartet. Setz dich auf meinen Rücken. Wir werden dich begleiten."
Die Muffs hopsten von seinen Schultern und seiner Jacke herab und kletterten auf die Rentiere. Während der kleine Spunck noch überlegte, wie er dorthin gelangen sollte, hob er schon vom Boden ab. Die Elfen hatten ihn an seiner Jacke gepackt und schlugen kräftig mit den Flügeln bis er sicher auf dem Rücken des Rentiers saß.
Die kleine Herde Rentiere setzte sich sogleich in Bewegung. Die Muffs rollten sich auf deren Rücken zusammen, die Elfen schwirrten fröhlich voran und der kleine Spunck streckte erleichtert seine Beine aus.
Bald ließen Sie den Wald hinter sich. Vor ihnen erstreckte sich eine verschneite Ebene mit einem breiten Fluss. Am Horizont konnte man ein großes flaches Holzhaus erkennen, aus dessen Schornsteinen Rauch in den Himmel stieg. Dem kleinen Spunck hüpfte das Herz. Das musste das Haus vom Weihnachtsmann sein! Aber wie sollten Sie auf die andere Seite des Flusses kommen? "Du hast es fast geschafft!" riefen die Elfen, "Hier brauchst du uns nicht mehr, hier hast du den Mond, die Sterne und den weißen Schnee." Und dann waren sie so plötzlich verschwunden, wie Sie vorher aufgetaucht waren.
Die Rentiere liefen zielstrebig auf eine schmale Stelle am Fluss zu. Auf der anderen Seite erkannte der Spunck ein paar Wichtel - Weihnachtswichtel! Sie sägten und hämmerten und sahen sehr beschäftigt aus. Da erblickte der Spunck den Grund des bunten Treibens. Die Brücke über den Fluss war eingestürzt und die Wichtel waren dabei, sie zu reparieren. Je näher sie kamen, desto schneller flitzten die Wichtel hin und her. Und als sie den Fluss erreicht hatten, war die Brücke fertig und die Wichtel grinsten ihnen vom anderen Ufer entgegen: "Da seid ihr ja! Wir haben es gerade noch geschafft. Kommt herüber!"
Die Muffs schreckten plötzlich auf. "Ich höre Zähneklappern!" sagte einer von ihnen. "Wir müssen wieder in den Wald. Du brauchst uns nicht mehr. Gleich kannst du dich in der Stube des Weihnachtsmannes aufwärmen." Sie sprangen von den Rentieren und rasten davon. Der kleine Spunck schaute ihnen nach, während die Rentiere über die Brücke trabten. Auf der anderen Seite blieben sie kurz stehen und ließen die Wichtel aufsteigen.
Es war nur noch ein kurzer Weg durch den Schnee und dann standen sie vor dem Haus des Weihnachtsmannes. "Da wären wir." sagte eines der Rentiere, während der kleine Spunck absprang. "Den Rest musst du alleine machen." sagte ein anderes und die Herde begab sich an die Futterstelle hinter dem Haus. Der kleine Spunck merkte wie seine Knie weich wurden. Was sollte er dem Weihnachtsmann sagen? Wie waren noch seine Wünsche gewesen? Bevor er einen klaren Gedanken fassen konnte, hatten die Wichtel die Tür geöffnet und ihn in das Haus geschubst.
Drinnen wimmelten es nur so von Wichteln. Sie bastelten, backten und packten Geschenke ein. Im hinteren Teil des Raums, in einem großen Sessel gleich neben dem Kamin, saß der Weihnachtsgnom. Als er den kleinen Spunck erblickte, winkte er ihn zu sich. "Ich bin der Weihnachtsgnom und als Oberwichtel für den Laden hier verantwortlich.“ sagte er. „Du erkennst mich wahrscheinlich nicht, aber du hast mich bestimmt schon mal gesehen. Einmal im Jahr lasse ich mir einen Bart stehen, ziehe meinen roten Mantel und meine rote Mütze an und verteile als Weihnachtsmann Geschenke an die Menschenkinder. Was kann ich für dich tun?" Der kleine Spunck blickte den Weihnachtsgnom ehrfürchtig an und holte tief Luft bevor er sprach: "Ich habe mich auf den Weg zu dir gemacht, weil ich dich um die Erfüllung meiner Wünsche bitten wollte. Aber auf der langen Reise hierher habe ich sie wieder vergessen. Dafür habe ich eins gelernt: Die schönsten Geschenke habe ich heute schon bekommen: Licht, Wärme, Hilfe und vor allem Freundschaft."
"So ist es gut." sagte der Weihnachtsgnom und gab ihm einen Korb. "Dies ist für dich, denn die schönsten Geschenke sind auch die, die man nicht erwartet." Der kleine Spunck nahm freudestrahlend den Korb entgegen, verabschiedete sich von den Wichteln und verließ glücklich das Haus. Er kletterte auf ein Rentier und im Galopp ging es zurück durch den Wald. Er winkte im Vorbeisausen den Muffs und den Elfen ohne anzuhalten, denn er hatte es auf einmal seeehr eilig. Er wollte schnell nach Hause und die Gaben des Weihnachtsmannes an seine Freunde verteilen!




